Die Kreditversicherung begleitet manchmal einen Privatkredit in der Schweiz. Sie zielt darauf ab, die Rückzahlung abzusichern, wenn ein schwerwiegendes Ereignis die Zahlungsfähigkeit verringert.
Sie deckt vor allem drei Risiken ab: unfreiwillige Arbeitslosigkeit, Erwerbsunfähigkeit und Tod. Allerdings ist sie nicht immer sinnvoll. Ihre Kosten belaufen sich oft auf 4 bis 8 % der monatlichen Rate. Daher sollten der tatsächliche Versicherungsschutz, die Vertragsbedingungen und das Profil des Kreditnehmers verglichen werden.
Ist eine Kreditversicherung in der Schweiz obligatorisch?
Der Abschluss einer Kredit in der Schweiz-Versicherung ist in der Regel keine gesetzliche Voraussetzung für den Erwerb einer privatkredit-Versicherung. Sie kann als Zusatzoption angeboten werden.
Sie ersetzt niemals die Bonitätsprüfung. In der Schweiz wird die finanzielle Tragbarkeit weiterhin nach den geltenden Regeln überprüft, insbesondere der KKG. Die Daten ZEK können ebenfalls berücksichtigt werden.
Bevor man zustimmt, muss man den Preis, die Garantien, die Ausschlüsse und die Anspruchsvoraussetzungen überprüfen.
Was eine Kreditversicherung wirklich abdeckt
Eine Kreditversicherung kann bestimmte monatliche Raten übernehmen oder einen noch ausstehenden Saldo zurückzahlen. Aber jede Garantie hängt vom Vertrag ab.
Die Deckung existiert also theoretisch. Die tatsächliche Entschädigung hängt dann von den Belegen, Fristen, Obergrenzen und Ausschlüssen ab.
Die Versicherung gegen unverschuldete Arbeitslosigkeit
Diese Garantie betrifft vor allem die unfreiwilliger Arbeitsplatzverlust. Sie kann für einen fest angestellten Arbeitnehmer, insbesondere mit unbefristetem Arbeitsvertrag, relevant sein.
Dagegen sind ein Rücktritt, eine freiwillige Kündigung oder eine bereits bekannte Entlassung oft ausgeschlossen. Auch eine Probezeit kann den Schutz einschränken.
Restschuldversicherung unfreiwillige Arbeitslosigkeit verlangt manchmal eine Mindestbeschäftigungsdauer. Die Selbstständigen sind für dieses Risiko oft nur unzureichend oder gar nicht versichert.
Darüber hinaus kann eine Karenzzeit die erste Zahlung hinauszögern.
Die Berufsunfähigkeits- oder Arbeitsunfähigkeitsversicherung
Die Arbeitsunfähigkeit bezeichnet oft die Unfähigkeit, seine Tätigkeit auszuüben. Die Erwerbsunfähigkeit kann den dauerhaften Einkommensverlust betreffen.
Gemäß dem Vertrag kann die Kreditversicherung im Falle von Krankheit oder Unfall die monatlichen Raten zahlen. Dieser Schutz ist vor allem für Personen interessant, deren Einkommen direkt von ihrer Erwerbstätigkeit abhängt.
Ärztliche Atteste sind erforderlich. Selbstbehalte, Karenzzeiten und medizinische Ausschlüsse können gelten.
Man muss diese Garantie auch mit den bestehenden Schweizer Schutzmassnahmen vergleichen: Unfallversicherung, Taggeldversicherung des Arbeitgebers, Vorsorge oder einer privaten Versicherung.
Die Todesfallabsicherung
Bei einer Kreditversicherung kann die Todesfallgarantie die gesamte noch ausstehende Restschuld oder einen Teil davon zurückzahlen.
Sie schützt nahestehende Personen, den Partner, Kinder oder den Nachlass. Sie wird bei einem hohen Kredit, einer unterhaltsberechtigten Familie oder einem alleinigen Haupteinkommen wichtiger.
Der Vertrag kann ein Höchstalter, Ausschlüsse und eine Versicherungssumme vorsehen.
Was die Kreditversicherung in der Regel nicht abdeckt
Die Grenzen der Kreditversicherung sind essenziell. Eine Garantie zahlt nicht in jeder Situation.
- Kündigung oder freiwilliger Arbeitsplatzverlust.
- Die Kündigung war vor dem Abschluss bereits bekannt.
- Vorhersehbares Vertragsende oder instabile Situation.
- Selbstständige Tätigkeit ohne Arbeitslosenversicherung.
- Vorerkrankungen oder medizinische Ausschlüsse.
- Teilweise Arbeitsunfähigkeit, die vom Vertrag nicht anerkannt wird.
- Monatsrate übersteigt die versicherte Obergrenze.
- Begrenzte Leistungsdauer.
Wie viel kostet eine Kreditversicherung?
Die Kosten für die Kreditversicherung liegen häufig zwischen 4 und 8 % der monatlichen Kreditrate.
Es hängt vom Vertrag, den Garantien, dem geliehenen Betrag und der Laufzeit ab. Man muss also sowohl in monatlichen Kosten als auch in Gesamtkosten denken.
Diese Option erhöht die monatliche Gebühr. Sie muss ausreichend Sicherheit bieten, um ihren Preis zu rechtfertigen.
Kostenbeispiele bei einer monatlichen Rate von 300, 500 oder 800 CHF
- Monatliche Rate von 300 CHF: Versicherung von 12 bis 24 CHF pro Monat.
- Monatliche Rate von 500 CHF: Versicherungsbeitrag von 20 bis 40 CHF pro Monat.
- Monatliche Rate von 800 CHF: Versicherungsbeitrag von 32 bis 64 CHF pro Monat.
Bei einer Laufzeit von 48 Monaten belaufen sich die Gesamtkosten bei einer monatlichen Rate von 500 CHF auf 960 bis 1.920 CHF.
Die Kreditversicherung kann daher jeden Monat gering erscheinen. Dennoch summiert sich ihre Kostenbelastung über mehrere Jahre hinweg erheblich.
Eine Kreditversicherung darf nicht nur nach ihrem monatlichen Preis bewertet werden, sondern nach ihrer tatsächlichen Fähigkeit, in den im Vertrag vorgesehenen Situationen einzugreifen, nach Anwendung von Ausschlüssen, Obergrenzen und Wartezeiten.
Obergrenzen und Anspruchsvoraussetzungen vor dem Abschluss zu prüfen
Die Anspruchsvoraussetzungen der Kreditversicherung bestimmen den tatsächlichen Wert des Schutzes.
Das Mindest- und Höchstalter müssen überprüft werden, das Berufsstatus, die Art des Arbeitsvertrags, die Dauer der Beschäftigung und den Gesundheitszustand.
Es müssen auch die maximale Versicherungssumme, die übernommene Monatsrate, die Leistungsdauer und die im Schadensfall geforderten Unterlagen überprüft werden.
Die Entschädigungsobergrenzen
Die Entschädigungsgrenzen der Kreditversicherung können den Schutz stark einschränken.
Ein Vertrag kann die zurückgezahlte monatliche Rate, den gesamt gezahlten Betrag oder die Anzahl der entschädigten Monatsraten deckeln.
Es gibt einen Unterschied zwischen dem verbleibenden Restbetrag, der versicherten Monatsrate und dem tatsächlich gezahlten Betrag. Daher kann ein Eigenanteil verbleiben.
Wartezeiten und Ausschlüsse
Eine Karenzzeit bedeutet, dass die Garantie nicht sofort aktiv ist. Eine weitere Frist kann der ersten Auszahlung vorausgehen.
Die Ausschlüsse der Kreditversicherung können beruflicher oder medizinischer Natur sein oder mit einer bereits bekannten Situation zusammenhängen.
Das Lesen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen bleibt daher vor jeder Entscheidung unerlässlich.
Kreditabsicherung und Kreditnehmerprofil: In welchen Fällen ist sie sinnvoll?
Eine Kreditversicherung lohnt sich nur dann, wenn sie dem tatsächlichen Profil des Kreditnehmers entspricht.
Es muss analysiert werden der Berufsstatus, die Einkommensstabilität, die verfügbaren Ersparnisse, die Familie, die Fixkosten und die bestehenden Versicherungen.
Die Kredithöhe, die Laufzeit und die Gesamtkosten der Absicherung spielen ebenfalls eine zentrale Rolle.
Für einen Arbeitnehmer mit unbefristetem Arbeitsvertrag
Die Kreditversicherung für einen Arbeitnehmer mit unbefristetem Arbeitsvertrag kann nützlich sein, wenn der Kredit langfristig oder hoch ist.
Sie ist auch sinnvoll, wenn der Haushalt von nur einem Einkommen abhängt und nur über geringe Ersparnisse für den Notfall verfügt.
Sie wird bei einem kleinen Kredit, einer kurzen Laufzeit, hoher Ersparnis oder zwei stabilen Einkommen weniger relevant.
Die bereits bestehenden Arbeitgeberversicherungen müssen ebenfalls überprüft werden.
Für einen Selbstständigen
Die Kreditversicherung für Selbstständige erfordert eine sorgfältige Analyse. Die Arbeitslosenabsicherung ist oft begrenzt, nicht anwendbar oder ungeeignet.
Erwerbsunfähigkeit und Tod können dagegen sinnvoll bleiben.
Es muss überprüft werden, dass der Status als Selbstständiger ist ausdrücklich abgedeckt. Ein Rückgang der Geschäftstätigkeit wird nicht immer als entschädigungspflichtige Arbeitslosigkeit eingestuft.
Lica kann dabei helfen, den tatsächlichen Wert dieser Absicherung zu ermitteln.
Je nach Dauer und Höhe des Kredits
Für einen kleinen Kredit mit kurzer Laufzeit können die Kosten unverhältnismäßig hoch sein.
Für einen Kredit Mittel oder hoch über 48 bis 60 Monate, kann sich die Kreditversicherung besser rechtfertigen.
Eine hohe monatliche Rate erhöht das Interesse an einem Schutz, wenn das Budget knapp ist. Eine lange Laufzeit erhöht zudem die Anfälligkeit für Unvorhergesehenes.
In der Schweiz besteht die richtige Entscheidung darin, die durch die Kreditversicherung gebotene Sicherheit mit dem Profil des Kreditnehmers, seinen bestehenden Absicherungen, seinen verfügbaren Ersparnissen und der tatsächlichen Laufzeit seines Engagements zu vergleichen.
Entscheidungsmatrix, ob sich eine Kreditversicherung lohnt
Eine Kreditversicherung kann sinnvoll sein, wenn mehrere günstige Kriterien erfüllt sind.
- Langer Kredit oder hoher Betrag.
- Hohe monatliche Rate im Budget.
- Geringe Ersparnisse für Notfälle.
- Einziger Haupteinkommensquelle.
- Unterhaltsberechtigte Familie.
- Arbeitnehmer mit unbefristetem Arbeitsvertrag (CDI), die von Arbeitslosigkeit bedroht sind.
- Fehlen eines gleichwertigen Versicherungsschutzes.
Sie mahnt in anderen Fällen zur Vorsicht.
- Kurzkredit oder Kleinbetrag.
- Hohe verfügbare Ersparnisse.
- Stabiles Doppelvermögen.
- Bestehende Garantien sind ausreichend.
- Selbstständig ohne Anspruch auf Arbeitslosenversicherung.
- Wichtige medizinische Ausschlüsse.
- Hohe Kosten oder zu niedrige Obergrenzen.
Im Zweifelsfall verhindert eine individuelle Prüfung, dass man zu schnell einen nützlichen Schutz akzeptiert oder ablehnt.
Die Rolle von Lica bei der Abwägung zwischen Sicherheit und tatsächlichen Kosten
Lica-Analyse der beantragte Kredit, die Dauer, die Monatsrate und Das Profil des Kreditnehmers.
Lica überprüft außerdem die Kosten in CHF, den Prozentsatz der monatlichen Rate, die aktivierbaren Garantien, die Höchstbeträge, die Ausschlüsse und die Fristen.
Das Ziel ist es nicht, automatisch zum Abschluss zu drängen. Es geht darum, den gebotenen Schutz und die Gesamtkosten zu vergleichen.
Je nach Fall kann Lica den Abschluss einer Kreditversicherung empfehlen, ablehnen oder eine andere Versicherungslösung zum Vergleich vorschlagen.
Schlussfolgerung
Die Kreditversicherung kann unfreiwillige Arbeitslosigkeit, Erwerbsunfähigkeit und den Tod abdecken. Sie kostet oft 4 bis 8 % der monatlichen Rate.
Sein Interesse hängt von Höchstbeträgen, Anspruchsvoraussetzungen, Ausschlüssen, dem Berufsstatus und die Kreditlaufzeit und des verfügbaren Sparens.
Bevor Sie eine Entscheidung treffen, ist es sinnvoll, den Vertrag prüfen zu lassen. Lica hilft Ihnen dabei, herauszufinden, ob dieser Versicherungsschutz echte Sicherheit bietet oder unnötige Kosten verursacht.
